Premiere! Mycelium Pilzkraft auf der 2. Equi Vital Expo 2026
Dieser Blog-Artikel erscheint auch in der ersten Ausgabe 2026 der Zeitschrift HorseWOman, hier geht's zur Website.
Die Equi Vital Expo am 1. Februar 2026 im TöZ Eckernförde war für uns keine Routine, sondern eine Premiere. Es war unser erster Messeauftritt überhaupt – als junges Unternehmen mit vier Gesellschaftern, getragen von persönlicher Überzeugung und dem inneren Antrieb, Mykotherapie im Sinne des Tierwohls sinnvoll weiterzuentwickeln.
Eine Messe mit Seele
Die Equi Vital Expo wird von Dagmar Längert und Astrid Schmidt organisiert und spürbar geprägt. Beide sind nicht nur jederzeit ansprechbar, herzlich und lösungsorientiert – selbst unter hohem organisatorischem Druck ruhig, harmonisch und fokussiert. Das verleiht dem ganzen administrativen Aufgalopp im Vorfeld einer Messe von Anfang die Note einer persönlichen Betreuung - nie hatte ich das Gefühl, "ein Aussteller unter Vielen" zu sein. Kein Wunder, dass die Messe kontinuierlich wächst; in diesem Jahr waren über 500 Besucher vor Ort. Aus unternehmerischer Sicht ein echtes Fokus-Publikum, das bereit ist, für fundierte Informationen auch Eintritt zu bezahlen.

Bei der Equi Vital Expo geht es aber nicht primär um Verkauf. Wer diese Messe besucht, kann sich über die gesamte Bandbreite ganzheitlicher Pferdetherapie informieren: schulmedizinisch fundierte Verfahren stehen neben Physiotherapie, Osteopathie, Trainings- und Sattelkonzepten, Magnetfeldtherapie, Fütterung und Supplementierung – ebenso wie energetische Verfahren. Ganzheitlichkeit wird hier nicht als Werbeslogan verwendet, sondern als gelebte Offenheit für unterschiedliche, sich ergänzende Ansätze.
In diesen Rahmen fügt sich Mycelium Pilzkraft GmbH nahtlos ein, mit unserer Mykotherapie als eigenständiger, evidenzbasierter Therapieform. Systemisch gedacht, historisch seit Jahrtausenden etabliert – und dennoch in Deutschland noch immer wenig bekannt. Umso wichtiger ist eine klare, sachliche Einordnung ohne Überhöhung.
Mycelium Pilzkraft - Warum wir Mykotherapie anders denken
Die Mycelium Pilzkraft GmbH gibt es erst seit gut zwei Jahren. Wir bleiben bewusst überschaubar und arbeiten ohne Fremdkapital – und genau deshalb klar in unseren Werten: höchste Qualität, Nachhaltigkeit, Verbindlichkeit und Authentizität. Kein Marketing-Hype, keine leeren Versprechen. Unsere Arbeit ist aus der Praxis entstanden und konsequent auf sie ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen umsetzbare mykotherapeutische Therapieansätze für Tiere und Menschen, mit einer klaren Orientierung am tatsächlichen Problem des Patienten.
Die Grundidee des Unternehmens ist unmittelbar aus den Herausforderungen meiner eigenen klinischen Praxis (www.vet-jedi.de) entstanden. Mich treibt dabei ein Widerspruch um: dass Vitalpilze eine seit Jahrtausenden genutzte und heute zunehmend wissenschaftlich sehr gut untersuchte Therapieform für Mensch und Tier darstellen, ihr Potenzial im klinischen Alltag jedoch häufig nicht ausgeschöpft wird. Gerade in der Pferdemedizin erlebe ich Mykotherapie oft als frustrierend: entweder kaum bezahlbar oder so überkomplex zusammengestellt, dass die praktische Umsetzung – und damit der therapeutische Erfolg – im Stallalltag scheitert.
Gleichzeitig zeigt meine klinische Arbeit sehr deutlich, welches Potenzial bei korrekter Anwendung tatsächlich vorhanden ist. Der gezielte und therapeutisch saubere Einsatz von Vitalpilzen entfaltet in nahezu allen Fällen einen positiven klinischen Effekt. Bei chronischen Erkrankungen äußert sich dieser häufig nicht in einer abrupten Symptomfreiheit, sondern in einer spürbaren Stabilisierung, einer deutlichen funktionellen Verbesserung oder im Aufbrechen zuvor stagnierender Heilungsprozesse. In akuten oder subakuten Situationen lassen sich dagegen nicht selten eine Verkürzung der Krankheitsdauer oder eine beschleunigte Regeneration beobachten. Entscheidend ist dabei, dass der Organismus nicht übersteuert, sondern gezielt in seinen eigenen Regulations- und Selbstheilungskräften unterstützt wird – insbesondere dort, wo diese aus dem Gleichgewicht geraten oder zum Stillstand gekommen sind.
Genau an dieser Schnittstelle setzen wir an. Mit hochwertigen Naturstoffen, klar definierten Einzelpilzen, nachvollziehbaren Dosierungen und einer aktiven Anleitung der Tierbesitzer schaffen wir praxistaugliche Lösungen bei fairer Preisgestaltung. Ein konkreter Ausdruck dieses Ansatzes ist unser digitaler Dosierungsrechner, den wir auch am Stand live im Einsatz gezeigt haben. Er löst das Problem der Überkomplexität ganz praktisch: Mit wenigen Klicks lassen sich exakte, artspezifische Dosierungen für Pferd, Hund und Katze ermitteln.
Kein Plan übersteht den ersten Kontakt mir der Realität ;)
Zurück zur Messe. Der Aufbau am Samstagabend begann mit einer dieser Situationen, die man nicht planen kann: Unser Stand war einen Meter zu breit.

Was nach Stress klingt, ist bei Mycelium Pilzkraft meist der Moment, in dem es erst richtig strukturiert wird. Wo andere diskutieren oder hadern, wird bei uns analysiert, entschieden und umgesetzt. Thomas und Michael, unsere Organisationsgenies, sind nicht dafür bekannt, Probleme „anzuhimmeln“, sondern sie pragmatisch und lösungsorientiert aufzulösen.

Innerhalb kürzester Zeit wurde das Standkonzept neu gedacht, das Aluminiumgerüst umgeplant und verkürzt, Regale versetzt und die Technik angepasst. Aus einem ungeplanten Maßproblem entstand Schritt für Schritt ein klar strukturierter, funktionaler und zugleich einladender Messestand – gebaut aus Einzelteilen und Improvisationstalent, dafür mit Popcorn- und Kaffeemaschine.

Thorsten und ich waren in dieser Phase vor allem für die "operative Umsetzung" zuständig – heißt übersetzt: schleppen, halten, sichern und "nix kaputt machen". Auch das gehört dazu.

Den entscheidenden Feinschliff brachte schließlich Verena, Thorstens Frau. Mit einem sicheren Blick für Atmosphäre machte sie aus einem funktionalen Aufbau einen stimmigen Raum – und rundete das Gesamtbild ab.

Was an diesem Abend sichtbar wurde, ist genau das, was auch unsere tägliche Arbeit prägt: Probleme werden nicht theoretisiert, sondern gelöst. Strukturiert, pragmatisch und mit dem Blick auf das, was am Ende funktionieren muss.
Teamzeit - Gemeinsam weiterdenken
Den Vorabend nutzten wir ganz bewusst als Teamabend. Beim gemeinsamen Essen ging es nicht nur um einen Rückblick auf die letzten Monate, sondern um ehrliche Einordnung: Was hat funktioniert, wo mussten wir nachschärfen, und wo wollen wir konsequent anders arbeiten. Solche Gespräche sind bei uns kein Ausnahmezustand, sondern fester Bestandteil unserer Zusammenarbeit – dieses Mal jedoch mit besonderem Gewicht.
Im Rahmen dieses Austauschs haben wir die finalen Details für ein neues Produkt besprochen, das wir im Sommer auf den Markt bringen wollen. Es handelt sich dabei nicht um einen Vitalpilz, sondern um einen natürlichen Wirkstoff, klinisch aufbereitet zum High-Tech-Produkt und mit klarem Fokus auf den Bewegungsapparat. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

Was sich darin jedoch bereits jetzt widerspiegelt, ist unser Anspruch, moderne wissenschaftliche Erkenntnisse nicht gegen Naturheilkunde auszuspielen, sondern beides sinnvoll zusammenzuführen – pragmatisch, wirksam und mit klarer therapeutischer Zielsetzung.
Fachfragen, Begegnungen und tierisch viele Gäste
Der Sonntag startete mit einer gemeinsamen Einstimmung durch die Organisatorinnen Dagmar und Astrid, die den Tag spürbar in eine ruhige, offene Grundstimmung setzten.

Ab 10 Uhr füllte sich die Halle. Schon in den ersten Stunden zeigte sich, wie dicht und zugleich angenehm kollegial der Austausch war. Direkt nebenan etwa im Gespräch mit Nina Scharge. Nina arbeitet als DIPO-zertifizierte Pferdephysio-, Osteotherapeutin und Sattelexpertin in Norddeutschland und bietet neben klassischer manueller Behandlung auch Schröpf-, Faszien- und Lasertherapie an. Ab Sommer 2026 wird Sie Ihr Angebot um eine professionelle Pferd-Sattel-Reiter-Analyse erweitern. Sie arbeitet damit stets im ganzheitlichen Kontext des Pferdekörpers und in interdisziplinärer Abstimmung mit Tierärzten, Trainern und Sattlern.
Begleitet wurde sie an diesem Tag von Gracey, ihrer Hündin, die den Messetag spürbar auflockerte und für kleine Pausen zwischendurch sorgte.

Wissenstransfer – vom Vortrag in die Praxis
Von 13:00 bis 13:30 Uhr durfte ich im Vortragsraum über die Vitalpilztherapie bei Atemwegserkrankungen referieren. Mit über 60 Zuhörerinnen und Zuhörern war der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt, einige saßen sogar auf dem Boden. Das zeigt, wie groß der Bedarf an fundiertem, differenziertem Wissen in diesem Bereich ist.
Weitere Informationen zum Online-Vortrag sowie zu den begleitenden Handouts sind hier zum Download verfügbar.
Mir ist wichtig, dass dieses Wissen nicht bei der Theorie stehen bleibt. In Kooperation mit der Akademie Tiergesundheit 5.0 (Bildungseinrichtung des Vereins Zukunft Tiergesundheit) bieten wir spezialisierte Mykotherapie-Ausbildungsreihen an – sowohl für Therapeutinnen und Therapeuten als auch für Pferdebesitzer im Sinne einer fundierten Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Philosophie dahinter ist klar: so detailliert wie notwendig, so praxisnah wie möglich und immer mit Blick auf die Integration der Mykotherapie in einen integrativen Gesamtansatz. Ziel ist eine sichere, umsetzbare Anwendung – auch durch gut informierte Tierhalter am eigenen Tier sicher möglich. Die Arbeit im Verein liegt mir auch sehr am Herzen, ich freue mich bereits auf die kommende Jahrestagung (6.-8. November 2026) mit dem wichtigen und spannenden Thema "Silent Inflammation", mehr Informationen dazu gibt es auf der Website des Vereins.

"Im Fluss"
Für mich verging der weitere Tag wie im Flow. Gespräche reihten sich aneinander, getragen von Vertrauen, Respekt und echtem Interesse. Im Mittelpunkt standen häufige, zugleich komplexe Krankheitsbilder beim Pferd: equines Asthma, Stoffwechselprobleme, Ekzeme, EOTRH, neuronale Fragestellungen sowie Stress- und Magen-Darm-Probleme wie Kotwasser oder Durchfall. Die Beratung war konsequent pathologiebezogen, der Blick stets auf den tierischen Patienten gerichtet. Es ging nicht darum, Produkte zu platzieren, sondern Lösungsansätze zu besprechen und einzuordnen.
Kaffee in der Hand, Zeit für Fragen, Popcorn zwischendurch – und immer wieder das Gefühl, Menschen genau dort abzuholen, wo sie mit ihrem Tier und ihrem Problem gerade standen. Dass diese Tiefe, Ruhe und Offenheit auf einem Messestand möglich war, sagt viel über das Konzept dieser Messe aus.
Im weiteren Verlauf des Tages ergaben sich vertiefende Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen. Besonders hängen geblieben ist mir dabei der Austausch mit Human Horse Harmony, gegründet von der Tierärztin Maike Geißler.
Ihr Fokus liegt auf frühen, oft übersehenen Signalen im Pferdealltag – lange bevor sie sich zu klaren klinischen Befunden verdichten. Die Verbindung aus schulmedizinischer Fundierung, naturheilkundlichen Verfahren und energetischer Arbeit fügte sich sehr stimmig in den Charakter dieser Messe ein. Nicht zufällig verbindet uns hier auch eine gemeinsame fachliche Grundlage: Wir haben beide unsere Lasertherapieausbildung bei Uwe Petermann absolviert, dessen Ansatz ich sehr schätze. Uwe engagiert sich ebenfalls beim Verein Zukunft Tiergesundheit und unterstützt Vereinsmitglieder u.a. mit Fortbildungsangeboten.

Gegen späten Nachmittag veränderte sich die Atmosphäre spürbar – weniger Betrieb, mehr Tiefe. In dieser Phase ergab sich auch die Begegnung mit Wende Energiearbeit und Merle Wende.
Ihre ruhige, sehr präsente Art steht für einen Zugang, der neben Strukturen und Befunden auch die emotionale und energetische Ebene eines Tieres ernst nimmt. Merle kenne ich aus der Ausbildung zur akupunkturorientierten Energiearbeit bei Christian Torp, einem weiteren prägenden Lehrmeister, der meine heutige Art, Akupunktur zu denken und zu praktizieren, maßgeblich beeinflusst hat.
Diese drei Begegnungen – Nina (mit Gracey), Maike und Merle – waren nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl an Ausstellerinnen und Ausstellern. Für mich stehen sie sinnbildlich für das, was diesen Messetag insgesamt getragen hat: ein fachlich fundierter, respektvoller Austausch auf Augenhöhe. Keine Konkurrenz, kein Schaulaufen, sondern Vernetzung im besten Sinne – mit dem gemeinsamen Ziel, Tiermedizin als kooperative Aufgabe im Sinne des Tierwohls zu leben.
In diesen Gesprächen wurde mir erstmals sehr konkret das Netzwerk bewusst, das hinter der Mycelium Pilzkraft GmbH steht und sonst vor allem im digitalen Raum über die Mycelium-Therapeutensuche gepflegt wird. Diese Google-Maps-gestützte Übersicht, filterbar nach Region und Fachausrichtung, ist als Orientierungshilfe für Tierhalter gedacht – insbesondere dann, wenn Vitalpilze allein nicht ausreichen oder eine begleitende Therapie vor Ort sinnvoll ist. Inzwischen sind dort rund 50 Therapeutinnen und Therapeuten gelistet, und es werden kontinuierlich mehr.
Auf der Messe standen plötzlich die Menschen hinter dieser Struktur vor mir – und damit wurde greifbar, was durch Vernetzung tatsächlich entsteht: nicht Struktur oder Reichweite, sondern Verbindung. Genau darin liegt auch der Gedanke hinter dem Namen Mycelium – ein Geflecht, das trägt, Informationen weiterleitet und Wirkung entfaltet. An diesem Messetag war das kein virtuelles Konstrukt, sondern gelebte Praxis.
Wenn ein Messetag leise endet
Gegen 18:00 Uhr neigte sich die Expo dem Ende zu. Dass der Tag vorbei war, merkte ich weniger an der Uhr als daran, dass es draußen über Eckernförde bereits dunkel geworden war. Zurück blieb eine angenehme Müdigkeit – und das stille Gefühl, dass Haltung, Fachlichkeit und echte Begegnung der richtige Weg sind.
Auch für Thomas, Michael, Thorsten und Verena war dieser Tag spürbar eine besondere Erfahrung. Sie kennen die Produkte, die Hintergründe und die Theorie. Der direkte Kontakt mit Pferdebesitzern und Therapeutinnen verlieh all dem jedoch eine zusätzliche Tiefe und Erdung.

Wirtschaftlich war der Tag für uns erfolgreich, wofür wir sehr dankbar sind. Entscheidender als alles andere war für mich jedoch der direkte Austausch mit den Menschen, die unseren Produkten ihr Vertrauen schenken und bewusst Verantwortung für die Gesundheit ihrer Tiere übernehmen.
Die Equi Vital Expo 2026 war für uns als Team Mycelium ein erster, bewusster Schritt nach draußen. Kein lauter, sondern ein stimmiger. Getragen von Haltung, Fachlichkeit und echter Begegnung. Wir freuen uns auf die Fortsetzung: Am 20. und 21. März 2027 sind wir wieder dabei.






